Ausufernder Schwerlastverkehr
in der Bötzinger Bergstraße

Die ständig steigende Belastung der Zufahrtsstraße zum Steinbruch am Fohberg durch überhandnehmenden Schwerlastverkehr ist ein Dauerthema im Ort. Eine Verkehrszählung, veranlasst im Mai 2019 durch die Verkehrsbehörde des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald, hatte völlig unbrauchbare Ergebnisse geliefert. Die Behörde räumte dies ein, mit einer bemerkenswerten Begründung: „Von uns vorgenommene Erhebungen (…) dienen (…) nicht zu Interpretationen, die zu verkehrsrechtlichen Entscheidungen führen; auch nicht in der Bergstraße in Bötzingen. Auch Rückschlüsse können daraus nur sehr bedingt gezogen werden, zumal unsere Geräte nicht geeicht sind“.

Für etwas Entlastung hat die zwischenzeitliche Einführung von Tempo 30 in der Bergstraße gesorgt. Dass es überhaupt dazu kam, ist auch auf eine Initiative von uns zurückzuführen.

Dennoch: der Schwerlastverkehr in der Bergstraße bleibt ein ungelöstes Problem. Verschärft wird es durch die vermehrte Zulieferung von Fremdmaterial, das in den Industrie-Anlagen im Steinbruch verarbeitet und anschließend wieder abtransportiert wird.

Lärm und Abgase durch den Schwerlastverkehr in der Bergstraße haben ein Ausmaß erreicht, das für die Anwohner kaum noch erträglich ist.

Ein weiterer Steinbruch an der Endhahle würde die Situation noch weiter verschärfen!

Schwerlastverkehr auf der Bötzinger Bergstrasse © Familie Schulz

Anhaltende Geruchsbelästigung durch Granulieranlage

Nach massiven Beschwerden aus der Bötzinger Bevölkerung war die Firma Hauri gezwungen, ein Gutachten zur Geruchsbelästigung in Bötzingen in Auftrag zu geben. Zur Behebung der Probleme wurde eine Kaminerhöhung um acht Meter vorschgeschlagen.

Den Antrag zur Kaminerhöhung haben wir zum Anlass genommen, die Genehmigungslage der Granulieranlage zu hinterfragen und rechtlich zu prüfen.

Die gesamte Anlage wäre nach den heutigen immissionsschutzrechtlichen Standards wohl nicht mehr ohne Weiteres genehmigungsfähig. 

Des Weiteren müssen wir festhalten, dass die Kaminerhöhung die Geruchsbelästigung nicht beseitigen konnte. Das Problem ist nach wie vor akut, es wird die Bötzinger Bevölkerung weiter begleiten.

Ein großes Industriegebäude, wahrscheinlich eine Mineralstofffabrik, umgeben von Bäumen und grünen Hügeln im Hintergrund.

Verarbeitunsanlagen und Kamin der Granulieranlage © Ernst Stegmaier

Grüner Weinberg mit Fabrik im Hintergrund, Hügel in der Ferne

Rauch- und Staubbelastung aus dem Steinbruch. © Matthias Höfflin

Bei weiterer Geruchsbelästigung sollte jede/r betroffene Bötzinger Bürger*in eine Meldung bei der Umweltmeldestelle des Landes machen.

Möchtest auch Du Dich für
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Wir freuen uns immer neue aktive und passive Vereinsmitglieder, die uns unterstützen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten sich bei uns zu engagieren, kontaktiere uns gerne.