Böschungspflege
Vereinsarbeit
Unser Verein führt jeden Herbst und Winter Pflegemaßnahmen an Böschungen und Hängen von Hohlwegen im Schambachtal, auf der Endhahle und im Meisental, durch.
So wird beispielhaft im Bereich des geschützten Biotops „Hohlweg EndhahlenWest vorhandener hoher Graswuchs gemäht, aufkommende Gehölze zurückgeschnitten und das anfallende Mäh- und Schnittgut gesammelt und abgefahren.
Weiter werden Steinhaufen, die Lebensraum für Eidechsen, Kleintiere und Insekten bieten, wieder freigestellt. Auch eine Trockenmauer am Schambachtalweg wird wieder freigestellt. Die Trockenmauer, die von der Gemeinde Bötzingen mit Förderung von PLENUM errichtet wurde, war vollkommen überwachsen und konnte ihre Funktion als Lebensraum für Eidechsen und Insekten nicht mehr erfüllen.
Böschungspflege ist wichtig, da auch hier eine schleichende Nährstoffanreicherung erfolgt, wenn der Pflanzenbestand nicht regelmäßig entfernt wird.
Atmosphärische Stickstoffeinträge auf Wiesen liegen aktuell typischerweise im Bereich von ~10–30 kg N/ha/Jahr, abhängig von Luftqualität, Landwirtschaftsdichte und Emissionsquellen.
Diese Lufteinträge führen wesentlich zur Eutrophierung und zum Verlust an Artenvielfalt in Grasbeständen, weil empfindliche Arten verdrängt werden, wenn kritische Belastungsgrenzen überschritten werden.
Freistellen der Böschungen am Endhahlen-Hohlweg
Förderung der Biodiversität
Weiterhin fördert fachgerecht durchgeführte Böschungspflege die Biodiversität. Sie kann Lebensräume für Insekten, Kleintiere und Pflanzen erhalten.
Zudem tragen gepflegte Böschungen zu einem angenehmen Erscheinungsbild von Verkehrswegen und Landschaften bei.
Gepflegte Böschungen sind stabiler. Durch gezielte Pflege wird verhindert, dass Regen, Wind oder Frost Boden abtragen und es zu Rutschungen oder Unterspülungen kommt.
Blumenreiche Böschung im Meisental mit Wiesensalbei, Karthäusernelke und Glockenblumen © Ernst Stegmaier

