Schambachtal-Wanderung mit BUND

Bei schönem, sehr heißem Frühsommer-Wetter fand am Samstag, 30.05.2026 die dritte Wanderung durch das Schambachtal statt, geführt von Eckhardt Engert und Ernst Stegmaier, begleitet von Torsten Preidel.

Die Wanderung fand wieder in Kooperation mit dem BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein statt, und war im dortigen Programm auch angekündigt. Um 14 Uhr fanden sich beim Weingut Höfflin im Schambachtal sieben Teilnehmer ein.

Matthias Höfflin, erster Vorsitzender des Vereins für den Erhalt der Kaiserstühler Endhahle und ihrer Umgebung e.V. begrüßte die Teilnehmer vor dem Weingut. Er gab erste Informationen zum biologischen Weingut und zum biologischen landwirtschaftlichen Betrieb des Bruders Diethmar Höfflin. Danach startete die Wanderung ab dem Weingut in den Talschluss des Schambachtals.

Sowohl von Eckhardt Engert als auch von Ernst Stegmaier wurde auf das abwechslungsreiche Landschaftsbild und die vielfältige Kulturlandschaft im Schambachtal hingewiesen. Ernst Stegmaier richtete den Blick der Teilnehmer auf die Endhahle, die sich aus dem Schambachtal erhebt. Er zeigte eine Fotomontage, wie ein Steinbruch hier aussehen würde. Die Teilnehmer zeigten sich entsetzt. 

Beim Anstieg zum Meisental im Hohlweg erklärte Ernst Stegmaier die Entstehung des Löß und das Besondere an diesen Bodenschichten. Am Grundstück von Eckhardt Engert im Meisental konnte die Gruppe den wundervollen Ausblick über das Schambachtal und auf die Schwarzwaldberge genießen. Nochmals wurde eine Fotomontage gezeigt, als Panoramafoto, auf dem rechts der vorhandene Steinbruch Fohberg zu erkennen ist, und ganz links, ein möglicher zweiter Steinbruch auf der Endhahle. Eckhardt Engert stellte seine Piwi-Reben ("pilzwiderstandsfähige Rebsorten") vor und die biologische und naturnahe Bewirtschaftung des Grundstücks. Am Meisental ging der Weg entlang eines Grundstücks, auf dem die Reben beseitigt wurden und der Verein eine Entwicklung zu einer artenreichen Wiese betreibt. Auf der Fläche erfolgte eine Mähgutübertragung von einer Spenderfläche des Naturschutzgebiets „Haselschacherbuck“. Die Aktion ist Teil des Projekts „Archewiesen“ des Landes Baden-Württemberg. Weiter ging es am Hang hinüber zur Endhahle. Hier liegt das besondere Terroir auf fast oberflächlich anstehendem Phonolith. Ein Standort, auf dem Reben für äußerst hochwertige Weine gedeihen.

Ernst Stegmaier stellte anhand von Grafiken die erdgeschichtliche Entstehung des Kaiserstuhl-Vulkanismus vor sowie des Phonolithstocks. Weiter wurde auf die Pläne der Firma Hauri eingegangen, diesen Phonolith-Stock auf der Endhahle als zweiten Steinbruch abzubauen. Die Planungen wurden erläutert und die Gründe, die gegen einen Gesteinsabbau sprechen. 

Abgeschlossen wurde die Wanderung ab 17 Uhr auf dem Weingut Höfflin. Dort gab es weitere Informationen zum Weinbau und zu den Weinen des Hofes, die auch verkostet werden konnten. Die Teilnehmer konnten viele neue Informationen zu diesem Bötzinger Natur- und Weingebiet mitnehmen, waren aber auch überrascht und besorgt über die Absicht, in diesem Tal einen neuen Steinbruch betreiben zu wollen. Möglicherweise werden einige der Teilnehmer zur Unterstützung als Mitglied in den Verein eintreten.

Ernst Stegmaier

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Besichtigung unserer Archewiesen durch LEL und Naturschutzverwaltung

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Bötzinger Weinwanderung