Leserbriefe Badische Zeitung
Ein neuer Steinbruch wäre fatal
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Zu: "Der Wunderstein aus Bötzingen", Beitrag von Jörg Buteweg (Wirtschaft, 29. August)
Ein Blick auf die Kehrseite der Medaille des "Wundersteins" der Firma Hauri: Eine weitere herausragende Eigenschaft des Phonoliths, der bei Bötzingen abgebaut wird, ist, dass er dem Wein, der dort gedeiht, seine einzigartige Mineralität verleiht. Ein geplanter zweiter Steinbruch würde dieses Alleinstellungsmerkmal zunichtemachen und dem Weinbau in Bötzingen wahrscheinlich den Todesstoß geben. Dass inzwischen über 100 Produkte mit dem Phonolith entwickelt werden, führt auch dazu, dass täglich unzählige Lkw durch Bötzingen zum Steinbruch donnern, um zu veredelndes Gestein anzuliefern und wieder abzuholen.
Von einem vor sich hin arbeiten der Mahl- und Mischwerke, ohne Menschen zu belasten, kann in Bezug auf den ständig zunehmenden Verkehr also keine Rede sein. Ganz zu schweigen von der ständigen Lärm- und Geruchsbelastung, die der Steinbruch verursacht. Bötzingen lebt neben der Gewerbesteuer auch stark vom Weinbau und vom Tourismus. Dafür müssen eine intakte Natur und Landschaft erhalten werden. Ein neuer Steinbruch wäre hierfür fatal.
Axel Lüder, Bötzingen
Von unglaublicher Einseitigkeit
https://www.badische-zeitung.de/von-unglaublicher-einseitigkeit
Zu: "Der Wunderstein aus Bötzingen", Beitrag von Jörg Buteweg (Wirtschaft, 29. August)
Als langjähriger und zufriedener Leser der BZ habe ich mir heute erstaunt die Augen gerieben. Der Wunderstein aus Bötzingen: eine Werbung für einen Industriebetrieb in Form eines Artikels. Keine Andeutung von den jahrzehntelangen heftigen Auseinandersetzungen, auch rechtlicher Art, über die Belastungen des Betriebs für Bötzingen, kein Wort über die Kritik an der vorgesehenen Zerstörung wertvoller Kultur- und Erholungslandschaft, kein Wort über die Sorgen der betroffenen Winzerbetriebe. Unglaublich, diese Einseitigkeit.
Eckhard Engert, Freiburg

